Guggemusig Räblüüs

     

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Geschichte

Obermumpf: Ein Guggendorf

Guggemusig RäblüüsSeit 1989 ist Obermumpf kein "ganz normales" Dorf mehr; da wurde alles anders.

Die Guggemusig Räblüüs wurde von ein paar fanatischen Fasnächtlern ins Leben gerufen. Allen voran Urs Vögeli und Christoph Egloff, denn diese beiden setzten die Idee von der Gugge im eigenen Dorf in die Tat um. Sie suchten begeisterte Personen für diesen Verein - es war vorbei mit der Ruhe. Urs war denn auch der erste Präsident und führte die Gugge während den ersten 5 Jahren.

In dieser Zeit hat er immer wieder viele Ideen in die Tat umgesetzt, wie zum Beispiel das Plakettengiessen und der mittlerweile schon traditionelle Kehrausball, der kaum mehr wegzudenken ist. An dieser Stelle sei den vielen freiwilligen Helfern gedankt, welche es uns ermöglichen, dieses Fest in einem doch beträchtlichen Rahmen durchzuführen.

Wie erfolgreich die Guggemusig Räblüüs ist, beweisen auch die grossen, immer vollbesetzten Tourneepläne, die jedes Jahr von verschiedenen fleissigen Organisatoren auf die Beine gestellt werden. Dies wird auch beim Üben in unserem Probelokal ersichtlich, welches von den vielen Erinnerungs-Stücken von vergangenen gemeinsamen Stunden bunt geschmückt wird.

Nach anfänglich 19 Aktiven ist die Mitgliederzahl schon auf 49 Gugger angewachsen. Den Zusammenhalt im Verein fördert Andi Rothacher als musikalischer Leiter mit dem „gewissen Etwas“. Wenn er die neuen Musikstücke geschrieben und verfeinert hat, bringt er sie uns mit sanfter Gewalt bei, bis die Lippen brennen und die Blasen an den Fingern wachsen. Es zeigt sich an jeder Fasnacht, dass seine Auswahl der Stücke eine gute Mischung für das Publikum bildet und uns manche Gugge um so einen Major wie Andi beneidet.

Wenn das Trommeln zum spektakel wird:

DrumMobilWenn die Schlagzeuger der Räblüüs auf ihren Schlagzeugen trommeln, beben die Eingeweide. Zusammen mit den Bläsern bilden sie ein lebendes Kraftwerk, das die Zuhörer mit ausreichend Energie versorgt, um einen ganzen Saal in wenigen Minuten zum Kochen zu bringen.

Komplett tragbares SchlagzeugNoch im alten Jahrtausend wurde von unserem Schlagzeug-Register unter der Leitung von Marcel Aubert die Ära des „DrumMobils“ eingeläutet. Mit dem noch nie gesehenen Konzept, welches die Schlagzeugteile auf einem einzigen fahrbaren Untersatz für drei Schlagzeuger präsentiert wurde viel Aufmerksamkeit erregt. Aus diesen Erfahrungen wurde dann ein komplett tragbares Schlagzeug entwickelt, welches ohne fahrbaren Untersatz auskommt. Diesmal wurden die verschiedenen Trommeln auf Aluminiumrohre montiert, welche aus dem Körper des Schlagzeugers ragen und sich zu einer Einheit zusammenschmelzen. Akrobatisch wirbeln die Schlagzeuger mit ihren verschiedenen Schlaginstrumenten über die Bühne. Die ungeheure Kraftanstrengung merkt man ihnen nicht an, dafür den Spass, den sie daran haben. BarrelDrumDie neuste Kreation unserer Schlagzeugtüftler basiert wieder auf einer statischen Konstruktion. Das Zentrum des sogenannten "BarrelDrum" bildet ein Oelfass, an welchem alle Instrumente in einem kreisförmigen Radius von weniger als einem Meter angebracht sind. Dadurch vereinen sich Spielfreude und Präzision auf kleinstem Raum. Unterstützt werden sie durch vier Pauken, welche für den Kick in den unteren Tonlagen sorgen. Bei dieser Truppe zeigt sich wieder einmal mehr, wie Freude und Begeisterungsfähigkeit die besten Voraussetzungen sein können, Überdurchschnittliches zu leisten.

Im Jahre 2000 wurde mit einem grossen Fest das 10-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Das Ganze wurde ein unvergessliches Erlebnis für ca. 1'300 Personen und so manchen altgedienten Gugger unter uns.

Die Ämter werden bei uns im Verein meist gleichmässig verteilt, so dass alle etwas zum Ganzen beitragen können. Was wäre der Verein ohne die Helfer in unserer Kostüm Kommission, in den diversen OK’s für die Festivitäten, im Schminkteam, bei den Tournee-Orgsanisatoren und nicht zuletzt im Vorstand, welchem nach dem Gründungs-Präsident Urs Vögeli auch Martin Ackle und Thomas Stocker vorgestanden haben.

Auch aus dem Dorf werden wir von vielen stillen Helfern und Gönnern unterstützt. Im Speziellen sind die Schneiderinnen zu nennen, welche uns ihr Geschick für das Nähen der Kostüme zu günstigen Preisen gerne zur Verfügung stellen.

Mittlerweile hat sich die Zahl der Gugger in unseren Reihen beinahe konstant auf 43 bis 48 Mitglieder aus Nah und Fern eingespielt und es zeigt sich, dass meist nicht schon nach einem Jahr wieder ausgetreten wird, sondern dass viele doch recht lang bei uns bleiben.

Im Jahr 2005 wurde mit dem „15-Jährigen“ wiederum ein Jubiläum mit einem Fest unter dem Motto „Fata Morgana“ begangen. Mit einer Top-Dekoration wie zum Beispiel einem Teich, welcher mit Sand umgeben im Zelt auf dem Turnplatz realisiert wurde, konnten wir wieder viele Fans von jung bis alt nach Obermumpf bewegen.

In den vergangenen Jahren ist ein Verein entstanden, der Obermumpf nicht mehr ein "ganz normales" Dorf sein lässt, sondern eben ein Guggendorf und dies ist gut so!

Ehrenmitglieder
- Dietwiler Roland
- Rothacher Andreas
- Stocker Doris
- Stocker Thomas
- Ackle Martin (passiv Mitglied)
- Aubert Marcel (passiv Mitglied)
- Egloff Christoph (passiv Mitglied)
- Müller Christoph (passiv Mitglied)
- Müller Adrian (passiv Mitglied)
- Stocker Daniel (passiv Mitglied)
- Stocker Fredi (passiv Mitglied)
- Vögeli Urs (passiv Mitglied)
- Eva Frei (ehemalige Schneiderin)